Länderinformationen für Simbabwe

Allgemeines

Simbabwe zählt zu den schönsten Ländern Afrikas und grenzt im Süden an Südafrika und Botswana, an Sambia im Nordwesten und an Mosambik im Norden und Osten. Landschaftlich wird es durch Savannen geprägt, doch bietet der feuchte und bergige Osten des Landes tropischen Regenwäldern eine Heimat. Im Nordwesten befinden sich neben der Hauptstadt Harare auch die berühmten Victoriafälle. Mehr als 350 Säugetierarten, über 500 Vogelarten und 131 Fischarten sind hier zu Hause. In Afrika gilt das Land als ungewöhnlich, da es viele uralte, zerstörte Städte gibt, die im für den Kontinent einzigartigen Trockenmauerwerk gebaut wurden. Die berühmtesten befinden sich in Masvingo und während die meisten auf das 15.Jh. datiert werden können, lebten Menschen bereits im 4.Jh an diesen Stellen.

Einreisebestimmungen

Reisende aus Europa erhalten bei Ankunft ein Visa gegen die Gebühr von 30 US$ für eine einmalige Einreise. Benötigt werden für den Urlaub neben dem entsprechenden Bargeld ein Reisepass, der auch noch 6 Monate nach der Abreise gültig ist, eine Aufenthaltsadresse im Land und ein Rückflugticket.

Impfungen und Gesundheit

Für die Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer man reist über ein Gelbfieber-Endemieland in Zentralafrika oder Südamerika ein, dann muss eine Gelbfieberimpfung vorgewiesen werden. Empfohlen ist es jedoch sich vor dem Urlaub gegen Hepatitis, Typhus und Tetanus impfen zu lassen. Aufgrund des wechselfeuchten Hochlandklimas herrscht das gesamte Jahr über Malaria-Risiko und zum Schutz sollte man vor Ort unter einem Malarianetz schlafen und besonders in den Abendstunden lange Kleidung tragen.

Währung und Zahlungsmittel

Gegenwärtig ist der US-Dollar die einzige sich in Umlauf befindende Währung, obgleich auch Euro und der Südafrikanische Rand akzeptiert werden. Die Länderinformationen zur aktuellen Währung sollte man direkt vor der Einreise erneut abfragen. Man sollte nicht erwarten Wechselgeld zu erhalten, wenn man etwas für weniger als 1 US$ kauft, da es kein Kleingeld gibt. Bei der Einreise sollte man genügend Bargeld bei sich tragen, da Kreditkarten bislang nur an wenigen Plätzen angenommen werden können und es kaum Bargeldautomaten für Ausländer gibt. Es ist Teil der Kultur Preise zu verhandeln, doch sollte man ständig im Hinterkopf behalten, dass die meisten Menschen in Simbabwe sehr arm sind. Preise zu verhandeln sollte für den Urlauber daher weniger ein Mittel zum Zweck sein, als mehr eine Form der Höflichkeit.

Zeitverschiebung

Der Zeitunterschied beträgt eine Stunde. Da Simbabwe keine Sommerzeit hat, herrscht während der mitteleuropäischen Sommerzeit Zeitgleichheit.

Flugdauer

Ein Direktflug von Deutschland nach Harare beträgt rund acht Stunden.

Elektrizität

Man sollte einen Adapter mit sich führen, da die Stromspannung 220/240 Volt beträgt und die Streckdosen im Gegensatz zu Deutschland drei Kontakte haben.

Klima und beste Reisezeit

Da sich Simbabwe südlich des Äquators befindet, sind die Jahreszeiten verschieden von der Nordhalbkugel, Winter in Berlin bedeutet Sommer in Harare. Das Klima des Landes ist tropischer Natur, doch die Jahreszeiten sind nicht von extremer Natur. Die folgenden klimatischen Reiseinformationen haben sich seit Jahrzehnten so gut wie nicht verändert: Von Mai bis September gibt es eine Trockenzeit mit einer kurzen kühleren Periode, in der das gesamte Land nur wenig Regen abbekommt. Die Regenzeit herrscht für gewöhnlich von November bis März und ist geprägt durch schwere Regenfälle, obgleich Überschwemmungen selten vorkommen, aber gerade das östliche Hochland während des gesamten Jahres einen durchschnittlichen Niederschlag von 1.020mm erhält. Für die beste Reisezeit kommt es auf das Ziel der Reise an. Am angenehmsten ist es gleich nach der Regenzeit im Mai oder Juni, aber das ist auch die Zeit in der das Gras am höchsten steht und man bei Safaris weniger Tiere zu sehen bekommt. Zusätzlich ist das die Zeit, in der sich die Victoriafälle in schwerem Nebel verstecken. Ab Oktober wird es mit ca. 35C heiß und unangenehm, und so bilden die Monate Juli bis September eine Zeit in der das langsam ausdünnende Gras Tiere sichtbar werden lässt und die Temperaturen auszuhalten sind. Generell ist es um die Victoriafälle heißer als im Rest des Landes und gegen Nachmittag herrscht dort täglich Gewittergefahr. Wer das Land zum Wildwasser-Rafting auf dem Sambesi besucht, sollte von September bis November fahren.