Die Ilha de Marajó in Brasilien ist die größte Flussinsel der Erde

Die Ilha de Marajó umfasst eine Fläche von nahezu 50.000 Quadratkilometer. Sie wird von den Wassern des Amazonas, des Tapajós und des Atlantiks umspült und ist die die größte Flussinsel der Welt.

Während der Trockenperiode prägen zwei völlig unterschiedliche Landschaften die brasilianische Ilha de Marajó. Im Osten wird die Ebene von Gräsern und Sträuchern dominiert, im tiefer gelegenen Rest der Insel wachsen vor allem Wälder. In der Regenzeit, die von Januar bis Juni dauert, überschwemmt der Amazonas die Waldgebiete und verwandelt sie in eine riesige Sumpflandschaft, die ein ideales Weideland für die Wasserbüffel darstellen, die hier in großen Herden leben.

 

Die Ilha de Marajó ist die Heimat zahlreicher Tierarten wie Faultieren, Affen, Kaimanen, Schildkröten, Hirschen, Wasserschweinen und vielen anderen mehr. Touristen gelangen auf die Insel entweder mit dem Flugzeug von Belém nach Soure, per Schiff von Belém nach Camará oder mit einer Autofähre, die zwischen Icoaraci und Camará hin und her fährt. Auf der Marajó-Insel leben etwa 250.000 Menschen, die sich auf sieben Orte verteilen. Die wichtigste Stadt der größten Flussinsel der Welt ist Soure.  

 

Soure liegt an der Marajó-Bucht und besitzt mehrere Flussstrände. Alle Hotels und Herbergen bieten Ausflüge in die Umgebung von Soure an, die von den Gästen gerne als Fotosafari oder zum Fischfang genutzt werden. Wer nur Baden möchte, kann dies am Bequemsten an den Stränden von Araruna und Barra Velha, die sich nur knapp zwei Kilometer außerhalb von Soure befinden. Als einer der schönsten Flussstrände der Insel die Praia Joanes, den die Urlauber von Soure aus in etwa 45 Minuten mit einer Fähre, dem Bus oder einem Taxi erreichen können.  

 

Vor etwa 2.500 Jahren gab es auf der Ilha de Marajó eine Indianer-Kultur, die elegante Keramik produzierte, die wegen ihrer geometrischen Verzierungen auch außerhalb Brasiliens berühmt waren. Der ältesten Fundstücke wurde rund 1.000 Jahre vor Christus hergestellt. Exemplare der Marajoara-Keramik sind im Emílio-Goeldi-Museum von Belém zu besichtigen.