Die Rongorongo-Schrift der Osterinsel

Die 163 Quadratkilometer große Osterinsel liegt im Südostpazifik und gehört politisch zu Chile. Ebenso wie die kolossalen Moais-Steinstatuen, dessen Zweck den Wissenschaftlern bis heute nicht ganz klar sind, gelten auch die umstrittenen Rongorongo-Schriften der Polynesier zu den bislang ungeklärten Geheimnissen der Osterinsel.

Bei der Rongorongo-Schrift handelt es sich um eine mit Lautzeichen durchsetzte Bilderschrift. Die bis heute erhaltenen Schriftzeichen wurden zu unbekannter Zeit auf Toromiro-Holz geschnitzt. Ob die Schrift von den Polynesiern erfunden wurde oder ob die Schriftkenntnisse von den ersten Siedlern mitgebracht wurden, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Erst im Jahre 1864 erweckten die hölzernen Tafeln mit den mysteriösen Zeichen das Interesse eines französischen Geistlichen. Da in den 1860 er Jahren über 90% der Bewohner der Osterinsel durch Seuchen und Sklavenhändler ums Leben kamen, verschwand jedoch auch das Wissen rund um die Rongorongo-Schrift. Bis heute sind weltweit nur noch 24 Holztafeln vorhanden, die in den Museen auf der ganzen Welt verstreut sind. Unzählige Deutungsversuche haben bislang zu keinem befriedigendem Ergebnis geführt. Wer selbst nachforschen will, kann gerne an einer unserer Reisen nach Chile teilnehmen.