Die Thailänder zählen zu den glücklichsten Menschen der Welt

In Thailand werden Reichtum und Glück nicht am Geld gemessen. Die ländliche Bevölkerung lebt hier in den meisten Fällen noch als Selbstversorger.

Wer als Urlauber ein authentisches Thailand erleben möchte, wie es Pauschaltouristen niemals zu Gesicht bekommen, bucht einen individuellen Guide wie Pipith Kaewta, der seine Gäste fast ausschließlich durchs thailändische Hinterland lotst, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die meisten Thailänder, die hier leben, waren nur sechs Jahre in der Schule – Englisch versteht niemand. Dafür kennen sie sich aber in der Natur hervorragend aus. Alle sind in die Geheimnisse der Pflanzenwelt und ihrer Heilkraft eingeweiht.

Fast die Hälfte der Thailänder betreiben konventionelle Landwirtschaft, sind Selbstversorger und kann dadurch ein fast komplett autarkes Leben führen. Der Reiseführer Pipith Kaewta erklärt: „Die Menschen hier haben alle eigenes Ackerland und sind komplette Selbstversorger. Damit haben wir ausreichend zu essen, Kleidung, ein Dach über dem Kopf und unsere Familien um uns herum. Das macht uns zu den glücklichsten Menschen der Welt! Mehr brauchen wir nicht!

Eine der typischen Landwirtschaften, die auf Selbstversorgung basiert, gehört Somjai und Wichct Yimnun. Die ausländischen Gäste, die Pipith Kaewta begleitet, sind hier herzlich willkommen. Das Bauernehepaar besitzt 400 bis 500 Tiere, baut Obst, Gemüse, Kräuter und Reis an. Außerdem züchten sie Fische. Somjai Yimnun erklärt ihre autarke Lebensweise: „Wir verkaufen täglich etwa 200 Enteneier, Fische und Reis auf dem Markt. Alles, was wir zu viel produziert haben. Das dort erwirtschaftete Geld ist mehr als ausreichend für alle weiteren Anschaffungen.“

Glücklich macht Somjai Yimnun zum Beispiel, dass sie ihrer Tochter das alte Thai-Wissen weitergegeben hat, die dadurch alle Inhaltsstoffe der thailändischen Nahrung und alle Geheimnisse der Natur kennt. Sie sagt: „Sie lebt wie wir, ist unabhängig und frei, obwohl sie auch eine Arbeit in der Stadt hat. Das macht mich glücklich.“ Wenn Somjai Yimnun für ihre ausländische Gäste an einer kleinen Feuerstelle und Küche im Freien kocht, stammen alle Zutaten aus einem Radius von nicht mehr als hundert Metern.