Paradiesische Wanderreisen und Trekkingreisen in Chile

Chile zieht sich über mehr als die Hälfte der südamerikanischen Pazifikküste von der Grenze zu Peru im Norden bis Feuerland im Süden. Zu den schönsten Trekkingreisen im Land gehören der trockenste Ort der Welt - die Atacamawüste - und das windige Gebirgsrelief von Torres del Paine in Patagonien.
Der Nationalpark Torres des Paine erstreckt sich über fast 2500 Quadratkilometer in den Ausläufern der Antarktis in Patagonien. Entsprechend streng sind die Temperaturen. Im Sommer steigen sie selten über 10 Grad, im Winter liegen die durchschnittlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die sommerlichen Monate sind durch ihre Blumenvielfalt geprägt, zu der auch Orchideen gehören.
Schon Ende der 1950er Jahre unter Naturschutz gestellt, gilt er heute als ein Biosphärenreservat der UNESCO. Der Park, dessen Name entsprechend der typisch blumigen südamerikanischen Sprachen so viel heißt wie Türme des blauen Himmels, bietet mit seinen Gletschern, Fjorden und Seen sowie der Tier- und Pflanzenvielfalt Wanderreisen zum Genießen. Mit Glück können Wanderer hier den Kondor oder Gabelhirsche entdecken.
Der Torres des Paine wird in erster Linie durch bergiges Terrain geprägt, viele Erhebungen kratzen an den 3000 Metern. Seinen Namen verdankt er drei außergewöhnlichen Bergen im Park: Die Türme des blauen Himmels sind drei Gipfel, die wie spitze Zähne in den Himmel ragen. Der Nationalpark ist durch ein gut ausgebautes Wegenetz erschlossen, an dem eine Reihe von Hütten und kleinen Campingplätzen liegen. Ein beliebtes Ziel beim Trekking im Park ist die Höhle des Milodon - sie erhielt ihren Namen durch das dort gefundene Skelett eines Riesenfaultiers, das hier in der Steinzeit gelebt hat.
Zu den extremsten Trekkingreisen der Welt gehört die Atacamawüste in Chile. Die trockenste Wüste der Erde am Pazifischen Ozean erstreckt sich über eine Fläche von 140.000 Quadratkilometern und sieht im Jahr kaum einen Regentropfen. Wie lebendig die Wüste aber tatsächlich ist, zeigt die Explosion in ein Blütenmeer, wenn unregelmäßig alle paar Jahre El Nino Regen in die Atacama bringt. Trekking in der Atacamawüste bedeutet, sich mit extremen Klimabedingungen zurechtzufinden. Durch ihre Nähe zum Pazifik ist die Wüste oft nebelverhangen und durch das maritime Klima eher kühl. In der Nacht fallen die Temperaturen oft weit unter den Gefrierpunkt, während sie am Tag bis zu 30 Grad ansteigen können.
Auf Wanderreisen durch diesen extremen Lebensraum stoßen Besucher auf bewohnte Oasen, in denen die Menschen Lamas halten. Den einmaligen Blick auf einen unverfälschten nächtlichen Sternenhimmel teilen sich Wanderer nur mit den Sternwarten auf dem Berg Paranal und in der Nähe der Wüstenstadt Vallenar.