Rundreisen in eines der unbekanntesten Länder Südamerikas: Guyana

Die ehemalige britische Provinz Guyana ist als Tourismusziel noch ziemlich unbekannt. Doch das südamerikanische Land ist vor allem für Abenteuerreisen ein ideales Urlaubsland. Zu den touristischen Highlights Guyanas zählen ein weitgehend unberührter tropischer Regenwald und der Kaieteur- Wasserfall, einer der größten der Welt. Der Ausbau der touristischen Infrastruktur ist allerdings noch im Aufbau begriffen. Außerhalb der Hauptstadt Georgetown gibt es zurzeit nur wenige Hotels.

Als idealer Ausgangspunkt für eine Rundreise durch Guyana bietet sich Georgetown an. Die Stadt beeindruckt ihre Gäste nicht nur mit einem meilenlangen Deich und ihren bunten Tages- und Nachtmärkten. Zu den weiteren Attraktionen zählen die alten Holzbauwerke im Stil der Kolonialzeit. Die weiße St. George's Kathedrale ist weltweit das größte Gotteshaus, das aus Holz errichtet wurde. Sehenswert ist auch das markante Rathaus aus dem Jahr 1868, die Victoria Law Courts von 1887 und das gut erhaltene Parlamentsgebäude von 1834. Ein Wahrzeichen von Georgetown ist der gusseiserne Stabroek Market, das einen Uhrenturm aus Riffelblech besitzt.

Wer auf einer Abenteuerreise das Innere von Guyana erforschen möchte, kann dies inzwischen auch auf eigene Faust tun. Ratsamer ist es allerdings, sich einen guten Führer zu suchen. Besonders gute Noten als Guides erhalten dabei die Amerindianer, die auch darauf achten, dass die Touren umweltverträglich sind. Touranbieter sind in allen besseren Hotels von Georgetown präsent. Einige der Touranbieter engagieren sich für das Wohlergehen der Meeresschildkröten und setzten sich für den Erhalt der indigenen Kulturen im Regenwald ein. Diese sind besonders zum empfehlen. Sie organisieren zum Beispiel Reisen in die Küstenregion, wo die Teilnehmer den Meeresschildkröten bei der Eiablage zuschauen können.

Wer lieber eine Abenteuerreise unternehmen möchte, kann von Georgetown aus eine fünftägige Überlandreise zu den Kaieteur Falls buchen. Generell gehört ein Besuch dieser Wasserfälle zum Pflichtprogramm eines Reisenden, der in Guyana seinen Urlaub verbringt. Beim angeblich höchsten über eine Stufe tosend in die Tiefe stürzenden Wasserfall donnern in jeder Sekunde etwa 113 Kubikmeter Wasser über eine Felskante, die 250 Meter hoch ist. Je nach Jahreszeit sind die Kaieteur Falls zwischen 76 und 122 Meter breit. Nur 15 Flugminuten von diesem Naturwunder entfernt, befinden sich die Orinduik Falls. Sie sind zwar nur knapp 25 Meter hoch, bieten aber die Möglichkeit, ein erfrischendes Bad zu nehmen.

Auf Rundreisen durch Guyana sollte man auch einen Zwischenstopp im Iwokrama-Regenwaldprojekt einlegen. In diesem Regenwald bewohnen amerindianische Völker verschiedene Dörfer. Sie werden vom Management des Regenwaldprojekts darin bestärkt, an Projekten mitzuarbeiten, die sich ganz dem Ökotourismus verschrieben haben. Sie arbeiten beispielsweise als Parkranger, stellen Naturprodukte her oder fangen tropische Aquarienfische. Das Land gehört zu unrecht zu den unbekanntesten Reisezielen der Region und lässt sich auch ideal mit dem deutlich günstigeren Suriname kombinieren. Für Badeverlängerungen empfehlen wir die Traumstrände von Französisch Guyana oder eine Karibik-Insel Ihrer Wahl.