Reisen nach Zipaquirá

Eine Autostunde von Santa Fé de Bogota entfernt liegt die Stadt Zipaquirßa. Diese zeichnet sich durch Kolonialbauten und eine berühmte Salzkathedrale aus und ist deshalb Teil verschiedenster Reiseangebote von Kolumbien. Gergründet wurde das in der Provinz Cundinamarca liegende Städtchen um 1600.. Bei der Volkszählung im Jahre 2005 wurden 101.551 Einwohner gezählt.

Die Kolonialgebäube im historischen Zentrum stammen größtenteils aus dem 18. Jahrhundert. Diese sind sehenswert auch wenn sie oftmals von Touristen, die nur wegen der Salzkathedrale hierher kommen, übersehen werden. In der Stadt lebte einst der indianische König, den man Eldorado nannte und dem man nachsagte, dass er seinen inmensen Goldschatz in der Lagune Guatavita versenkte.

Auch für Freunde von Bahnreisen ist Zipaqirá empfehlenswert. Wo wird die Stadt am Wochenende auch vom Tren de la Sabana angefahren, der durch die Sabana de Bogotá führt. Dieser wird von einer Dampflokomotive gezogen und ist vor allem bei kolumbianischen Wochendausflüglern sehr beliebt. Nicht zu letzt, weil auch die Landschaft hier sehr schön ist.

Das eigentliche Highlight hier ist aber die Salzkathedrale. Diese liegt weit unter der Erde in einer stillgelegten Salzmine. Die Kirche besteht komplett aus Salz und einigen wenigen Sandsteinen. Das  Salz wird künstlerisch mit Schwarzlicht angestrahlt, was sie einfach wunderschön aussehen lässt. Mit einer Länge von 120 Metern und eine Grundfläche von 8500 Quatratmetern zählt die Kathedrale zu den größten und sicher auch schönsten religiösen Bauwerken der Welt.

Die Kirche besteht aus drei Schiffen. Im Inneren befinden sich neben Madonnenstatuen, Grippenspielen und zierlichen Engel auch ein mächtiges Kreuz, dass durch eine optische Täuschung aussieht als ob es schwebt. Die Kathedrale kann man ausschließich mit einer Führung besuchen, bei  der man neben der Hauptkathedrale auch die kleineren Kapellen und den Kreuzweg sieht. Diese insgesamt 14 Sehenswürdigkeiten sind labyrinhtartig miteinander verbunden.

Die Salzkathedrale ist eher ein touristisches Erlebnis als ein Gotteshaus. So finden hier Gottesdienste nur sehr selten statt. Stattdessen werden in einem Raum eher Konzerte und Versammlungen gemacht. Nachdem die ursprüngliche Salzkathedrale wegen Einsturzgefahr geschlossen wurde, wurde die heutige Kathedrale erbaut und 1995 eröffnet. Ein Besuch der Kathedrale lässt selbst das Herz von Menschen, die sonst keine Kirchen mögen, höher schlagen.