Hanseatic School for Life in Thailand

Die Hanseatic School for Life ist (HSfL) aus der ehemaligen Beluga School for Life hervorgegangen. Die Schule ist ein nichtstaatliches, soziales Hilfsprojekt in Thailand, das unser Partner a&e erlebnisreisen unterstützt. Die HSfL betreut Kinder und Jugendliche, die in Not geraten sind. Die Schule arbeitet nach dem pädagogischen Konzept des „Situationsansatzes“. Im Zusammenleben wie in einer Familie und anhand von projektorientiertem Lernen erlernen die Schüler an Beispielen konkreter „Schlüsselsituationen“ grundlegende fachliche, unternehmerische und soziale Kompetenzen, mit deren Hilfe sie ihr Leben in neue und erfolgreiche Bahnen lenken können.
In Hamburg ist Silke Nagel zur neuen Geschäftsführerin ernannt worden. Die Leitung in Thailand liegt in den Händen von Sommart Krawkeo. Die Hanseatic School for Live wird es im Oktober seit acht Jahren geben. Im Jahr 2006 wurde die Schule in Na Nai („Dorf im Reisfeld“), das im Süden Thailands, in der Nähe von Khao Lak liegt, eröffnet. Das primäre Ziel war der Hanseatic School of Life war den Kindern in Thailand zu helfen, die in großer Zahl durch die Tsunami-Flutwelle am 2. Weihnachtsfeiertag 2004 ihre Eltern verloren hatten. Thailand zählte damals zu den Ländern, die am schlimmsten von der Naturkatastrophe betroffen waren.
Das Konzept der Hanseatic School for Live ruhte von Anfang an auf zwei Säulen: Lernen und Wohnen. Die Kinder wohnen ähnlich wie in einer ganz normalen Familie. Vorbild sind die SOS-Kinderdörfer, die es auf der ganzen Welt gibt. Der Lehrstoff wird den Schülern in den nach und nach ausgebauten Ausbildungszentren vermittelt. Die sogenannten „Lernorte“ befinden sich auf dem Projektgelände.
Das Konzept des Situationsansatzes geht auf den Berliner Pädagoge Prof. em. Dr. Jürgen Zimmer zurück, der die Internationale Akademie für Innovative Pädagogik und Ökonomie GmbH (INA) an der Freien Universität Berlin gegründet hat und die Realisierung des Konzepts in der Hanseatic School for Life beratend unterstützt. Jürgen Zimmer gründete auch die School for Life bei Chiang Mai.
Bei der Hanseatic School for Life hat die Vermittlung praxisnaher und leicht anwendbarer Kenntnisse oberste Priorität. Dies soll den Schüler diejenigen Kompetenzen vermitteln, die sie später im Leben brauchen, um sich eine eigene Existenz aufzubauen und im Idealfall sogar Arbeitsplätze zu schaffen. Hinter dem Schulkonzept steht der Gedanke der „Hilfe zur Selbsthilfe“, mit dem ein nachhaltiger Beitrag zur Bekämpfung der Armut geleistet werden soll. Der Gästebereich des Dorfes dient den Schülern als „Lernort“. Das „Hotel Training Institute“ im Süden Thailands ist in seiner Art einmalig in diesem Land. Hier können sich Schulabsolventen in einer einjährigen Ausbildung für das Hotelfach qualifizieren, indem sie praxisnah den ihre Kenntnisse im Umgang mit Urlaubern erwerben.